TSV Wabern II - FSG I: 3:2Wabern (red) - Es lief die 62. Minute im Spiel der Fußball-Kreisoberliga zwischen dem TSV Wabern II und der FSG Gudensberg. Der Ball schlug gerade im Netz der Gäste ein - 0:2. Das wird wieder nichts, war der einstimmige Tenor der zahlreich mitgereisten Fans. Doch die FSG schaffte die Wende und gewann in einer hektischen Schlussphase noch mit 3:2.
Wabern spielte in der Anfangsphase mit Rückenwind und war die spielbestimmende Mannschaft. Doch die Gudensberger hatten die besseren Gelegenheiten. In der 13. Minute drang Siebert über links in den 16er ein. Seine flache Hereingabe flog durch den Fünfmeterraum ohne Abnehmer. Schlimmer noch in der 17. Minute. Wieder drang Siebert in den 16er ein und passte den Ball auf den langen Pfosten zu Jan Becker. Doch wie dieser es schaffte, den Ball aus kürzester Distanz nicht im Tor unterzubringen, kann nur er beantworten. Die Strafe folgte mit dem nächsten Angriff der Langhans-Elf. Nach einer Ecke kam der Ball über Florian Korell wieder scharf vors Tor. Siebert war der Pechvogel, der den Ball ins eigene Tor lenkte 1:0 (19.). In der 23. Minute die nächste Riesenchance für Wabern, doch Rene Herbener konnte den Ball vor Überschreiten der Linie klären. In der 28. Minute setzte sich Siebert abermals über links durch. Als Abnehmer seiner flachen Hereingabe standen Jan Becker und Julian Geher bereit. Doch beide behinderten sich so, dass es zu keinem Abschluss kam.
Kurz nach der Halbzeit wurde Tim Krüger von Karsten Hempel zentral freigespielt. Sein Abschluss aus zwölf Metern war aber zu harmlos. In der 60. Minute wurde Karsten Hempel elfmeterreif vom Torwart Kempin gefoult - kein 11er. Im Gegenzug dann die Führung zum 2:0. Florian Korell setzte sich über rechts durch und fand in Hohmann einen dankbaren Abnehmer. Die Partie schien entschieden. Doch die Gäste-Elf, allen voran Frank Höhle, hatte etwas dagegen. Durch einen direkt verwandelten Freistoß aus 18 Metern folgte der erste Saisontreffer der Gäste zum 2:1 (66.). Dieses Tor war wie eine Erlösung im Gudensberger Lager. Bereits acht Minuten später das 2:2. Frank Höhle verwandelte den umstrittenen Foulelfmeter sicher. Von nun an gab es einen offenen Schlagabtausch zweier Mannschaften, die das Spiel unbedingt gewinnen wollten. Negativ aus FSG-Sicht, dass Robert Geher in der 82. Minute die Rote Karte gesehen hat. Er wurde bei einem Einwurf vom sitzenden Linienrichter der Gastgeber am Aufnehmen des Balls gehindert und ließ sich provozieren. Eine von beiden Seiten völlig unnötige Szene. Wabern versuchte von da an in Überzahl alles, um ein Tor zu erzielen. Eine richtig gute Chance hatten sie jedoch nicht mehr. Vielmehr gehörten die letzten fünf Minuten ausschließlich Frank Höhle. Erst erzielte er nach einem Alleingang von der Mittellinie das 3:2 (89.) und hatte im Anschluss noch zwei weitere klare Möglichkeiten, die Partie vorzeitig zu entscheiden.
Beide Trainer waren sich einig, dass das Spiel einen verdienten Sieger aus Gudensberg gefunden hatte. Zu erwähnen ist noch, dass der neue/alte Torwart Pascal Wurst einen guten Einstand im FSG-Tor feiern konnte.
FSG: Pascal Wurst, Joachim Wagner, Robert Geher, Julian Geher, Rene Herbener, Karsten Hempel, Tim Krüger (70. Torben Fröhlich), Andre Fröhlich, Benjamin Siebert, Frank Höhle, Jan Becker (31. Hayri Karahan)
Tore: 1:0 Florian Korell (20.), 2:0 Tobias Hohmann (65.), 2:1, 2:2 und 2:3 Frank Höhle (68., 77./FE, 90.).
Besonderes Vorkommnis: Rote Karte für Robert Geher (82./FSG).
Quelle: Frank Jungermann (FSG Gudensberg)